Jugendbeirat endlich auch in Velten?

Jugendbeteiligung in Velten

Bereits 2016 nahm Pro Velten einen Anlauf, um die Mitwirkungsmöglichkeiten von Jugendlichen an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsfindungen zu verbessern. Damals mündete unsere Forderung zur Installierung eines Jugendbeauftragen oder -beirates nach über einjähriger Beratung in der Beauftragung zur Erarbeitung eines Konzeptes als kleinst-möglicher Kompromiss.

In dem dann Anfang 2018 vorgelegten Konzept werden beispielsweise die mögliche Teilnahme an den Jugendteamsitzungen im Jugendfreizeitzentrum Oase oder die Sprechstunden der Bürgermeisterin in der Jugendeinrichtung als Beteiligungsformate von Jugendlichen erwähnt. Eine direkte und aktive Einbeziehung in politische Entscheidungsfindungen ist hingegen bis dato nicht feststellbar.

Bereits seinerzeit argumentierte die Stadtverwaltung unter Führung der Bürgermeisterin „Die  (….) Organisation von Kindern und Jugendlichen, bspw. in Form eines Jugendbeirates (…) setzt das Interesse, die Bereitschaft und den aktiven Mitgestaltungswillen von Jugendlichen voraus.“

Die jüngsten Ereignisse rund um die Modernisierung der Skateanlage hatte gezeigt, dass dieses Interesse durchaus vorhanden ist. Gleichwohl klar sein dürfte, dass sich nicht – wie gern in der Presse formuliert – „die Veltener Jugend“ mittels einer Petition an die Veltener Stadtpolitiker gewandt hatten. Eine zentrale Vertretung der Veltener Jugendlichen als Ansprechpartner für die Stadtverordneten ist aus Pro-Velten-Sicht wichtig.

Daher schlagen wir auf der kommenden Stadtverordnetenversammlung  vor, dass unter anderem durch Aushänge in den stadteigenen Schaukästen, den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, dem Bürgerhaus, Veröffentlichung im Velten Journal, der örtlichen Presse, auf der Homepage und der Facebook-Seite der Stadt sowie mittels einer Plakatkampagne, ähnlich der „Das was zählt, Velten hält zusammen“ an Buswartehäuschen und anderen geeigneten Stellen, beispielsweise Schaufensterflächen Marktplatz, auf das neue Beteiligungsformat hingewiesen wird, um möglichst zahlreiche Jugendliche zur Mitarbeit zu begeistern. In vielen Nachbargemeinden und -städten sind Jugendbeiräte aktiv und sollen auch als Beispiel für unsere Stadt als weiteren Baustein für eine familienfreundliche Stadt im Norden Berlins dienen.

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