Erneuter Anlauf für Beachpartys

Erneuter Anlauf für Beachpartys

Am Bernsteinsee sollen wieder Beachpartys stattfinden, so sieht es jedenfalls Pro Velten. Vor sechs Jahren fanden die letzten Veranstaltungen, die vor allem bei jungen Erwachsenen viel Zuspruch fanden, statt. Die städtische Regionalentwicklungsgesellschaft mbH  (REG), Betreiber und Verwalter des Bernsteinsees, beschloss durch deren Aufsichtsrat 2013 das AUS für die Beachpartys.

Was ist seitdem geschehen? Bereits kurz nach der Kommunalwahl im Mai suchten die neuen Pro-Velten-Stadtverordneten das Gespräch mit Michael Kühne, der 2013 gleichzeitig Geschäftsführer der städtischen REG und der Stadtwerke Velten war. Pro Velten führte Michael Kühne und die Organisatoren der Beachpartys an einen Tisch, um aufgetretene Probleme anzusprechen und Lösungen zu suchen. Doch nun wurden plötzlich Ausschreibungen erforderlich und man versuchte sich selbst an einem Fest, was aber sprichwörtlich „ins Wasser fiel“. Um sicherzustellen, dass trotz der inzwischen erfolgten Einzäunung des Bernsteinsees weiterhin Beachpartys stattfinden können, beantragte die Opposition im Veltener Stadtparlament, die Gespräche mit den Organisatoren zu suchen. Selbst dazu sah sich die Mehrheit der Stadtverordneten nicht in der Lage und lehnte den Antrag mit den Stimmen der SPD, CDU und DIE LINKE mehrheitlich ab. Ein weiterer Versuch, Bewegung in die Sache zu bringen mündete in einem Kompromiss: Im Mai 2017 beschlossen die Stadtverordneten mehrheitlich – bei Gegenstimmen der SPD -, dass durch die Bürgermeisterin bis zum 1. Quartal 2018 eine Richtlinie für Veranstaltungen in der Stadt und auch am Bernsteinsee vorzulegen ist.

Nun endet bereits das erste Quartal 2019 – die Richtlinie liegt immer noch nicht vor. Ungeachtet dessen setzt die Veltener CDU auf das Zugpferd „Beachparty“ und formuliert im Wahlprogramm für die kommende Wahl im Mai den Anspruch, die Partys am See wieder zu ermöglichen. Wie ernst es der CDU damit ist, das werden wir auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 11. April sehen: Pro Velten reichte einen Antrag ein, wonach die städtische Betreibergesellschaft künftig jährlich mindestens zwei Beachpartys am See vorbereiten und durchführen soll. Dazu wird die Gesellschaft aufgefordert, entsprechend erfahrene Veranstalter zu verpflichten. Wenn die CDU es tatsächlich ernst meint, stehen die Chancen für die Beachpartys so gut wie in den letzten 5 Jahren nicht: Gemeinsam mit der Opposition kann sie dem Antrag – und damit den Partys am See – zum Erfolg verhelfen. Dazu muss sie aber aus dem Schatten der Zählgemeinschaft springen, was sie im Wahlprogramm ebenfalls verspricht. Es liegt also an der Glaubwürdigkeit einer Partei, wie es mit den beliebten Veranstaltungen am See weitergeht.

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