mal geschaut

Marktplatz Velten

„Wie gefällt dir der neu gestaltete Marktplatz?“, wurde ich gefragt.

Mein erster Eindruck war: viel versiegelte Fläche und wenig Grün.  

Dann haben meine Enkelin (17) und ich uns noch einmal Zeit für einen gründlicheren Blick genommen. Wir begannen unseren Spaziergang von der Viktoriastraße kommend,  wo der Markt jetzt einen offeneren, großzügigeren Eindruck auf uns macht. Die vielen Bänke, zum Teil nun auch mit Rückenlehnen versehen  und jetzt über den gesamten Markt verteilt, wirken einladend. Zusätzliche Fahrradständer empfangen die Radler.  Die Gastronomie ist durch die neue offene Gestaltung des casa italiana und den Blick auf die Eisdiele Möller gut sichtbar. Bleibt nun zu hoffen, dass die neu gepflanzten Bäume ( 5 Schnurbäume und 4 Silberlinden) schnell heranwachsen und uns in heißen Sommern den nötigen Schatten spenden. 

Etwas, was Durchreisende zusätzlich auf den Markt locken könnte, wäre ein Informationsbereich zu Veltener Sehenswürdigkeiten, der hoffentlich schon  in Arbeit ist. Dieser sollte dann von der Viktoriastraße aus  schon gut sichtbar sein.  Das im Pflaster verlegte  Veltener Band in Form eines Klinkerstreifens mit den Stempeln von 36 ehemaligen Ofenfabriken wird nämlich ohne zusätzliche Erläuterungen  kaum wahrgenommen. Meine Begleitung hatte es jedenfalls noch nicht entdeckt.

Im Eingangsreich des Marktplatzes finden wir gleich das Stadtplan-Murmelspiel, eine gute Idee, um spielerisch das Interesse der Besucher an ihrer Umgebung zu wecken. Leider fehlte bei unserem Besuch bereits ein Kugelgriff. Wir sahen auch  ein erwachsenes Pärchen, welches die Spieloberfläche schon mal zum Abstellen von Smoothies nutzte. 
Vielleicht könnte man in diesem Bereich nachrüsten und einen fest verankerten Stehtisch  errichten. Das neu verlegte Pflaster wies im Bereich der Gastronomie schon einige Verschmutzungen auf, was wohl der  ziemlich hellen, rauen Oberfläche des Pflasters geschuldet ist. 

Die Freude über das Anlegen von Pflanzinseln wird leider getrübt, wenn  einigen Leuten der Weg zum Abfallbehälter zu weit ist, obwohl diese  in unmittelbarer Nähe jeder Insel sogar mit Ascher aufgestellt wurden.  Dem Markt wurde mit dem verschwundenen Brunnen irgendwie auch seine Mitte genommen. Sitzgelegenheiten, die kleinere Kinder selbständig aufsuchen können, sind damit eigentlich auch nicht mehr vorhanden.

Das Memoryspiel mit dem Thema Ofenkacheln und auch der Wasserspielplatz werden schon gut von den Kindern angenommen. Das Memoryspiel gefiel uns besonders gut.  Beim drehbaren Ofen fanden wir es schade, dass der untere Ring so klein gehalten ist, denn ein Aufsteigen ist da kaum möglich, und das Teil nur zu drehen ist doch langweilig. Die Balancierhölzer im hinteren Bereich des Marktes  erfordern recht viel Geschicklichkeit bzw. Übung. Das verwendete Material ist zum Glück viel geräuscharmer als das bei einer ähnlichen Anlage in der Parkstadt. 
Im Bereich der Drogerie Rossman konnten wir die neue Ausrichtung der City-Toilette nur begrüßen. 

Im Ganzen wirkt dieses hintere Stück vom Markt allerdings etwas unterversorgt, was Attraktionen betrifft.

PS: der von Jasmin durchgeführte WLAN-Test war vollumfänglich erfolgreich. :)


es schauten für Sie am 29. Mai 2022
Jutta und Jasmin

geschrieben von
Jutta Lukowski

Mehr lesen

Stadtentwicklung

Im rasanten Tempo bergab

Geschrieben von Helga Siegert
Stadtentwicklung

Baustellen an allen Ecken

Geschrieben von Marcel Siegert
Finanzen

Vorsorge treffen in diesen Zeiten

Geschrieben von Gabriele Schade